Wochenübersicht: Der Dollar lässt seine Muskeln spielen
geschrieben von: Ron Finberg , Trading Analyst
USD
Der Dollar hatte eine Glückssträhne und tatsächlich trat diese auf, während sich in den USA nichts verändert hat. Keine Änderungen von der FED, die USA verabschiedete kürzlich ein potenziell schuldenlastiges Gesundheitswesenprogramm und wirtschaftliche Bekanntgaben sind weiterhin gemischt. Es führt alles zu dem alten Sprichwort „Keine Nachricht ist eine gute Nachricht.“ Was hat also zu der jüngsten Anhebung des Dollars geführt?
Alles in Allem kommt es zu einer Kombination zweier Faktoren. Zunächst sorgten Besorgnisse von Seiten der EU und UK dafür, dass institutionelle Anleger Ihre Gelder von Euro- und Pfund-Konten auf den Dollar verlegten um diese dort zu „parken“. Dies ist der Grund, warum weltweite Kapitalindexe weiterhin ansteigen, da Gelder, die aus Europa abfließen zumeist aus Cash Anteilen stammt, und nicht aus einer Rotation von Aktienanteilen. Zweitens scheinen Devisenhändler nicht der Meinung zu sein, dass die FED nicht still halten wird und letztendlich Zinsen eher früher als später anheben wird. Dies wird in den Erträgen der US Bundesanleihen offensichtlich, welche weiterhin aufgrund Erwartungen einer höheren FED Rate steigen.
TIn der kommenden Woche werden die Nachrichten aus den USA jedoch wieder im Rampenlicht stehen, da die Non Farm Payrolls veröffentlicht werden. Im vergangenen Monat, als starke Schneestürme die USA in vielen Gebieten trafen, wurde der Dollar nicht von der Veröffentlichung beeinflusst. In diesem Monat werden Devisenhändler jedoch erwarten, dass Wachstum im US Arbeitsmarkt ersichtlich wird. Sollten die ADP Arbeitsmarktzahlen vom Mittwoch und die Zahlen zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe vom Donnerstag dementsprechend schlechter als erwartet ausfallen, könnten wir eine Abschwächung des Dollars sehen, bevor die Non Farm Payroll Daten veröffentlicht werden. Es ist auch wichtig zu bemerken, dass dies Woche Karfreitag ist. Daher werden wichtige Börsen geschlossen sein und für Freitag werden geringe Handelvolumen erwartet. Dies könnte zu weiterer Volatilität führen.

EUR
Wird der EURUSD 1,3400 erreichen? Schon passiert, 1,3300? Auch schon passiert, 1,3000? Ist möglich, 1,25000? Das würde niemanden überraschen. Jeder hat in der vergangenen Woche darüber geredet, dass der Euro ein 10-monatiges Tief gegenüber dem Dollar aufgrund von andauernder Kreditproblem in der EU erreicht hatte. Es wurde auch in Frage gestellt, ob die EU beginnen wird, Mitglieder aus der Eurozone zu werfen. Alles in Allem war es also eine schwierige Woche für den Euro.
ESelbst beim EU Wirtschaftsgipfel am Ende der Woche, bei dem es zu Abkommen kam, Griechenland zu helfen, gelang es dem EURUSD nicht, vorangegangene Verluste wettzumachen.
Der Euro könnte vielleicht in der kommenden Woche eine Ruhepause erhalten, da wenige wichtige Wirtschaftsnachrichten für die nächste Woche erwartet werden. Bonitätsfirmen werden wahrscheinlich abwarten, ob die Ergebnisse des EU Gipfels der letzen Woche zustande kommen, bevor sie Einstufungsänderungen vornehmen.

GBP
Das Pfund wurde in kürzester Zeit zu einer der am schwersten einzuschätzenden Währungen. Letzte Woche fanden Abverkäufe vor der Veröffentlichung einiger Nachrichten statt, vor der Veröffentlichung anderer jedoch stieg es an. Und als die tatsächlichen Ergebnisse freigegeben wurden, kam es oft zu Anstiegen in eine Richtung, Momente später gefolgt von Bewegungen in die andere Richtung.
Alles in Allem debattieren Devisenhändler darüber, ob das Glas im Vereinigten Königreich halb voll oder halb leer ist. Ein Beispiel dafür lieferte die Veröffentlichung des Jahresetats am Mittwoch. In der Veröffentlichung wurde einerseits die Reduktion der Staatsanleihen gefordert, andererseits jedoch ein etwas schwächer als erwartetes BIP Wachstum für 2010 vorausgesagt. Für Händler erschuf diese Bewegung jedoch eine fabelhafte Handelsumgebung, da die erhöhte Volatilität zahllose Ertragsmöglichkeiten erschaffen hat.
In dieser Woche werden Devisenhändler auf die Veröffentlichung der Produktions-EMI am Donnerstag achten. Wachstum im Produktionssektor stellte einer der erfreulichen Überraschungen im Vereinigten Königreich dar, daher könnten jegliche Schwächen zu Verlusten des Pfundes führen.

JPY
Die größte Überraschung der letzten Woche stellte die Schwäche des Yen dar. Jedermann redete über den Abschwung des Pfundes und des Euros, aber der Yen schwächte tatsächlich so stark ab, dass der EURJPY und GBPJPY zusammen mit dem USDJPY anstiegen. Diese Aktion kommt überraschend, da der Yen normalerweise während Zeiten von Sorgen und Ängsten steigt, und das Handelsumfeld der vergangenen Woche kann mit Sicherheit als solches beschrieben werden.
Daher könnte der Yen derzeit unterbewertet sein und nahe daran sein, anzusteigen, oder es könnte der Anfang eines Stimmungsumschwungs zu dem Yen darstellen. Sollte das letztere stattfinden, könnte dies ein großer Aufschwung für den japanischen Exportsektor bedeuten, welcher von einem schwächeren Yen profitieren würde.

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|---|---|---|---|---|---|
| Unterstützung 2 | Unterstützung 1 | Letzte | Widerstand 1 | Widerstand 2 | |
| EURUSD | 1.3215 | 1.3300 | 1.3376 | 1.3450 | 1.3500 |
| GBPUSD | 1.4750 | 1.4805 | 1.4835 | 1.4940 | 1.5075 |
| USDJPY | 91.25 | 92.15 | 92.55 | 92.75 | 93.30 |
| USDCHF | 1.0580 | 1.0620 | 1.0685 | 1.0750 | 1.0815 |
| EURGBP | 0.8900 | 0.8930 | 0.9020 | 0.9050 | 0.9140 |
| AUDUSD | 0.8970 | 0.9060 | 0.9081 | 0.9200 | 0.9255 |
| USDCAD | 1.0155 | 1.0200 | 1.0255 | 1.0255 | 1.0320 |
| NZDUSD | 0.6850 | 0.7000 | 0.7070 | 0.7100 | 0.7190 |
| EURJPY | 122.10 | 122.90 | 123.80 | 123.80 | 125.00 |
| GBPJPY | 135.5 | 136.60 | 137.30 | 137.75 | 138.75 |
| GOLD | 1055 | 1085 | 1097 | 1103 | 1125 |
| ROHÖL | 78.85 | 80.00 | 80.90 | 81.90 | 83.30 |
Bevorstehende Wirtschaftsnachrichte | |||
|---|---|---|---|
| Datum | Zeit (GMT) | Währ- ung | Ereignis |
| 03.28.10 | 23:50 | JPY | Einzelhandelsumsätze |
| 03.30.10 | 08:30 | GBP | Kontokorrent |
| 03.30.10 | 14:00 | USD | Verbrauchervertrauen |
| 03.31.10 | 00:30 | AUD | Einzelhandelsumsätze |
| 03.31.10 | 02:00 | NZD | NBNZ Geschäftsklima |
| 03.31.10 | 09:30 | CHF | KOF Wirtschaftsbarometer |
| 03.31.10 | 12:15 | USD | ADP Beschäftigungsänderungen |
| 03.31.10 | 12:30 | CAD | BIP |
| 03.31.10 | 23:50 | JPY | Tankan Hersteller-Index |
| 04.01.10 | 00:30 | AUD | Handelsbilanz |
| 04.01.10 | 08:30 | GBP | Produktions-EMI |
| 04.01.10 | 14:00 | USD | ISM Produktions-EMI |
| 04.02.10 | 12:30 | USD | Non Farm Payrolls |






